Kirchengemeinde Sehestedt

Gongs am Kanal – „Sternenwege“ mit Peter Heeren in Sehestedt

am Sonnabend, 18. April 2026 um 18 Uhr in der St. Peter und Paul-Kirche zu Sehestedt

 

 

Foto: Peter Heeren

 

Am Sonnabend, 18. April 2026 um 18 Uhr lädt die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Sehestedt zu einem ganz besonderen Ereignis in die Kirche St. Peter und Paul ein: Ein Gongkonzert mit dem renommierten Klangkünstler Peter Heeren und als Gast Sven Fanick an der Orgel.

Das Programm „Sternenwege“ ist ein Zyklus für Gongs, Percussion und Orgel von Moritz N. Jansen. Es bildet sechs Klangbilder zwischen Raum und Zeit.

Im Mittelpunkt des Abends stehen die Gongs als eigenständige, kompositorisch geführte Tonträger. Sie werden nicht als bloße Schlaginstrumente oder als atmosphärisches Beiwerk eingesetzt, sondern übernehmen melodische, formbildende und strukturelle Aufgaben. Jansen arbeitet mit klar definierten Tonhöhenbezügen, motivischen Keimzellen und deutlich erkennbaren melodischen Gestalten, die aus den physikalischen Eigenschaften der Instrumente entwickelt werden.

Die Orgel erweitert dieses Material durch weit gespannte Flächen, harmonische Verdichtungen und kontrapunktische Bezüge. Röhrenglockenspiel und andere Percussionsinstrumente werden gezielt zur Artikulation, Gliederung und rhythmischen Präzisierung eingesetzt. Alle musikalischen Ebenen sind streng aufeinander bezogen und Teil einer durchkomponierten Gesamtform.

Das Werk ist in sechs Sätze gegliedert: Orion, Lyra, Cassiopeia, Cygnus, Andromeda und Pegasus. Jeder Satz bildet eine eigenständige kompositorische Einheit mit spezifischem melodischem Material, charakteristischer Instrumentation und klarer formaler Entwicklung. Die Bezugnahme auf Sternbilder dient dabei nicht einer illustrativen Darstellung, sondern fungiert als struktureller und formaler Ordnungsrahmen.

Mit „Sternenwege“ erweitert Jansen diesen Ansatz zu einer kammermusikalisch-orchestralen Konzeption. Gongs unterschiedlicher Größe und Stimmung stehen in einem sorgfältig austarierten Verhältnis zueinander und treten in einen strukturierten Austausch mit Orgel sowie Röhrenglockenspiel und anderen Percussionsinstrumenten. Der Kirchenraum wird bewusst als akustische Gegebenheit in die kompositorische Planung einbezogen.

Das Publikum erwartet ein konzentriertes Hörerlebnis zeitgenössischer Musik, geprägt von formaler Klarheit, differenzierter Instrumentalbehandlung und hoher struktureller Stringenz.

Der Eintritt ist frei, um eine Spende für die Künstler wird gebeten.